Make-Up
Make-Up bezeichnet dekorative Kosmetik, mit der die Haut, meist das Gesicht, vorübergehend getönt oder gefärbt wird. Die natürliche Hautfarbe wird hervorgehoben oder abgeschwächt, Wangen, Lippen und Augen werden farblich gestaltet.
Zunächst wird eine Grundierung aufgetragen, die die Hautfarbe ausgleicht und Unebenheiten abdeckt. Die Augen können mit Lidschatten, Kajal, Lidstrich und Mascara (Wimperntusche) geschminkt werden. Die Wangen werden mit Rouge getönt, der Lippenstift färbt die Lippen. Häufig wird abschließend ein Puder aufgetragen, um einen matten Teint zu erhalten.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts werden Kosmetika unter Berücksichtigung der möglichen Gesundheitsfolgen hergestellt. Die Verwendung von Bleiweiß lässt nach und wird durch Reismehl, Talkum und Schlämmkreide abgelöst. Rote Farben werden aus Safflor oder Karmin hergestellt. Beliebt ist auch Schnouda, eine farblose Mischung von Alloxan (aus Harnsäure bereitet) mit Fettcreme, die die Haut rot färbt.
Mit der Erfindung des Lippenstifts 1915 erhält die Kosmetikindustrie einen neuen Schub. Die Ausgaben für Kosmetik und Make up steigen stark. Besonders beliebt sind Lippenstift, Lidschatten und Wimperntusche.
Die Art des Schminkens ist seitdem an die jeweiligen Modetrends gebunden. Dramatische Make-Ups mit starken Farben wechseln sich mit eher natürlich wirkenden Trends mit neutralen Farben ab. Ein Merkmal der jeweiligen Make-Up-Mode ist auch, ob eher die Lippen oder die Augen betont werden.
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